SOLUTIONS.email

E-Mail-Versand aus der Fachanwendung

Vorlagen, die der Fachbereich pflegt. Auslöser, die niemand programmieren muss.

Jede Änderung an einem Mailtext ist ein Entwicklerticket

In fast jeder Fachanwendung steckt eine Handvoll E-Mails: die Eingangsbestätigung, die Erinnerung an eine Frist, die Bitte um eine Freigabe, der Bericht als PDF. Über sie wird im Projekt selten gesprochen, bis der erste Text geändert werden soll.

Der übliche Zustand: Betreff und Inhalt stehen im Programmcode. Wer eine Anrede ändern will, schreibt ein Ticket. Ein Entwickler ändert eine Zeichenkette, jemand prüft sie, sie wandert in ein Release. Wochen später steht der neue Text im Postfach.

Das sieht man den Anwendungen an. Texte veralten, weil sich der Aufwand nicht lohnt. Und weil jede zusätzliche Mail Entwicklungsaufwand bedeutet, entstehen die Benachrichtigungen gar nicht erst, die Nachfragen ersparen würden. Unser E-Mail-Dienst SOLUTIONS.email dreht das um: Vorlage, Empfänger und Auslöser sind Daten.

Welche Mails aus einem Geschäftsvorfall entstehen

Benachrichtigung

Ein Status wechselt, ein Vorgang wird zugewiesen. Die Beteiligten erfahren es, ohne die Liste im Auge behalten zu müssen.

Erinnerung

Frist, Wiedervorlage, Prüftermin. Ein Zeitplan sieht in festem Takt nach, welche Datensätze die Bedingung erfüllen.

Freigabeanfrage

Die Mail trägt einen Link direkt in den Vorgang. Wer entscheiden soll, muss die Anwendung nicht suchen.

Bericht mit Anhang

Der Dokumentengenerator erzeugt das PDF aus derselben Art Vorlage; die E-Mail hängt es an.

Was zwischen dem Geschäftsvorfall und dem Posteingang passiert

Vom Auslöser bis zum Protokolleintrag. Bedingung, Empfänger und Vorlage pflegt der Fachbereich selbst.

  1. Etwas ändert sich am Datensatz

    Ein Vorgang wird angelegt, ein Status wechselt, eine Frist rückt näher.

    anlegen · ändern · löschen · Zeitplan · Ereignis

  2. Der Auslöser prüft seine Bedingung

    Eine Filterabfrage entscheidet, ob gesendet wird: Status, Betrag, Restlaufzeit.

  3. Die Empfänger werden bestimmt

    Feste Adressliste, Benutzer aus dem Verzeichnisdienst oder eine Regel, die den Zuständigen zur Sendezeit ermittelt.

  4. Die Vorlage wird gefüllt

    Betreff und Inhalt übernehmen die Werte des Datensatzes; berechnete Parameter wie Summen und Fristen laufen in fester Reihenfolge.

  5. Die Mail wird gebaut und versendet

    Der Inhalt wird zu HTML gerendert, die Formatierung fest in die Elemente geschrieben, weil Mailprogramme Stylesheets verwerfen. Dann Anhänge, dann SMTP.

  6. Der Versand wird protokolliert

    Ein Eintrag je Mail: Empfänger, versendeter Inhalt, Vorlage, Datensatz, Dauer, Status.

Bausteine von SOLUTIONS.email, Stand August 2026 im eigenen Betrieb.

Die Vorlage gehört dem Fachbereich

Der Editor, in dem die Vorlage entsteht

Der Inhalt einer Vorlage entsteht in einem Baukasten, nicht in einer HTML-Datei. Blöcke werden in Zeilen und Spalten gezogen: Text, Überschrift, Bild, Schaltfläche, Trennlinie und, wenn es sein muss, ein Block mit eigenem HTML. Es ist derselbe Editor, in dem auch die Vorlagen für SOLUTIONS.file entstehen. Wer das eine kennt, muss das andere nicht lernen.

Platzhalter kommen nicht aus dem Gedächtnis. Jede Vorlage ist an einen Datentyp gebunden, und für Betreff wie Inhalt schlägt der Editor dessen Felder vor. Daneben stehen berechnete Parameter: eine Summe, eine Frist, ein formatiertes Datum. Ganze Abschnitte lassen sich an eine Bedingung hängen, im Bild der gelbe Kasten, der nur erscheint, wenn sich jemand mit Kennwort anmeldet.

Die Vorschau zeigt den Aufbau, nicht die eingesetzten Werte; dafür gibt es die Testmail. Umschalten lässt sie sich auf Tablet- und Handybreite.

Woran eine Vorlage hängt

Oben stehen die Angaben, die entscheiden, wann und für wen die Vorlage überhaupt in Frage kommt: die Anwendung und der Datentyp darin, das Absenderkonto, die Priorität und die Empfänger.

Ein Schalter stellt die ganze Vorlage still. Das wirkt bis auf ihre Auslöser durch, damit sich keine Erinnerung im Zeitplan hält, deren Vorlage längst abgeschaltet ist.

Ein Wert, der beim Versand entsteht

Neben den Feldern des Datensatzes stehen berechnete Werte. Jeder trägt einen Namen, unter dem er in der Vorlage auftaucht, einen Werttyp und eine Reihenfolge.

Die Reihenfolge ist der Grund, warum sich damit mehr machen lässt als eine Formatierung: Ein später laufender Wert sieht die Ergebnisse der früheren. Im Bild setzt einer die Anrede aus Titel, Vor- und Nachname zusammen und fällt auf den Benutzernamen zurück, wenn kein Name gepflegt ist.

Auslöser: was geht wann an wen

Fünf Arten stehen zur Wahl. Drei hängen am Datensatz: anlegen, ändern, löschen. Die vierte ist ein Zeitplan mit Minute, Stunde und Wochentag. Die fünfte ist ein benanntes Ereignis, das die Anwendung selbst auslöst, etwa „Angebot versendet“, wenn dieser Schritt an keiner Feldänderung hängt.

Die Bedingung ist eine Filterabfrage auf den Datensatz, wie aus einer gespeicherten Listenansicht gewohnt: Status gleich „geprüft“, Vertragsende in den nächsten 30 Tagen. Im zweiten Fall darf in der Bedingung ein kleiner Ausdruck stehen, der den Stichtag bei jedem Lauf neu ausrechnet.

Empfänger sind eine feste Adressliste, Benutzer aus dem Verzeichnisdienst über SOLUTIONS.connect_LDAP oder das Ergebnis einer Regel, die zur Sendezeit läuft: der zuständige Sachbearbeiter, sein Vorgesetzter, die ganze Fachgruppe.

Die Art des Auslösers und seine Bedingung

Die fünf Arten stehen in einer Zeile zur Wahl, die Bedingung darunter wird zusammengeklickt wie ein gespeicherter Listenfilter, verknüpft mit UND und ODER. Ein Beispiel: erinnere 90 Tage nach Anlage, solange der Vorgang offen ist. Die 90 Tage stehen dabei nicht fest in der Bedingung, sondern werden bei jedem Lauf neu gerechnet.

Eine Vorlage kann mehrere Auslöser tragen: bei Anlage, drei Wochen vorher, 48 Stunden vorher.

Der Rückweg: Mail, die ankommt

Bisher stand hier nur der Versand. Ein Postfach kann aber auch überwacht werden: Das Konto bekommt neben SMTP eine IMAP-Verbindung, und Eingangs-Auslöser entscheiden, was mit einer eingegangenen Mail geschieht. Die Bedingung wird zusammengeklickt wie beim Versand — Absender, Empfänger, Betreff, ob ein Anhang dabei ist, und wenn es sein muss ein Skript.

Trifft keine Regel zu, wird die Mail nicht gespeichert. Das Postfach bleibt ein Postfach und wird nicht zur zweiten Datenbank. Trifft eine zu, wird die Mail protokolliert und danach als gelesen markiert, in einen Ordner verschoben oder gelöscht — je nachdem, was die Regel sagt. Eine letzte Regel ohne Bedingung räumt auf, was niemand beansprucht hat.

Neue Mail wird nicht abgefragt, sondern gemeldet: die Verbindung zum Postfach bleibt offen, der Server sagt Bescheid, die Verarbeitung läuft in Sekunden. Ein Zeitplan im Hintergrund fängt auf, was dabei durchfällt — Verbindungen brechen ab, und ein Postfach, das nichts meldet, ist nicht dasselbe wie ein leeres Postfach.

Was mit der Mail fachlich passiert, entscheidet ein Skript in Ihrer Anwendung: aus einer Bestellmail einen Datensatz anlegen, ein mitgeschicktes PDF an den Vorgang hängen. Findet es eine Kennung in der Mail, arbeitet es am bestehenden Datensatz weiter; findet es keine, bekommt es einen neuen.

Formular eines Eingangs-Auslösers: Konto, IMAP-Ordner, Reihenfolge, Protokollieren, sowie die Bedingung Betreff enthält Frage

Ein Auslöser für den Posteingang

Der Auslöser hängt an einem Konto und, wenn nötig, an einem einzelnen IMAP-Ordner. Seine Bedingung wird zusammengeklickt wie die eines Versand-Auslösers, nur gegen die eingegangene Mail: Betreff, Absender, Empfänger, Header, Anhänge. Trifft sie zu, läuft das Skript im zweiten Reiter in der Ziel-Anwendung, und der dritte legt fest, was danach mit der Mail im Postfach geschieht.

Mehrere Auslöser dürfen auf demselben Postfach liegen. Sie werden in ihrer Reihenfolge geprüft, und ein Treffer kann die restlichen abschneiden. Nicht jeder muss protokollieren: eine letzte Regel ohne Bedingung räumt auf, was keinen Auslöser gefunden hat.

Antworten, die zum Vorgang zurückfinden

Eine automatisch versendete Mail endet meist in einer Sackgasse: Antworten laufen an noreply@ und niemand liest sie. Das lässt sich umdrehen. Eine Vorlage kann nachverfolgbar versendet werden — die Antwort geht dann an ein überwachtes Postfach, und zwar an eine Adresse, die den Vorgang mitträgt.

Kommt die Antwort zurück, ist damit klar, worum es ging: Nachricht, Vorlage und der auslösende Datensatz. Die Zuordnung hängt an der Adresse, nicht am Betreff. Das ist der Unterschied zwischen einer Zuordnung und einer Vermutung — Betreffzeilen werden umgeschrieben, gekürzt und übersetzt, Zustelladressen nicht.

Weitergeleitet wird die Antwort trotzdem an den Menschen, der zuständig ist: mit Ihrer Absenderadresse und dem Schreiber als Antwort-Adresse, damit die Zustellung nicht an SPF und DKIM scheitert. Dass der Weg über den Dienst lief, merkt niemand — außer der Fachanwendung, die den Vorgang jetzt kennt.

Zustellbarkeit ist Handwerk

Eine E-Mail im Spam-Ordner ist schlimmer als keine: Der Absender hält den Vorgang für erledigt, der Empfänger weiß von nichts. Ob eine Mail ankommt, entscheidet heute weniger ihr Inhalt als die Frage, ob der empfangende Server dem Absender glaubt.

Dafür sorgen drei Einträge im DNS Ihrer Domäne. SPF nennt die Server, die für Sie senden dürfen. DKIM signiert jede Mail, sodass Änderungen unterwegs auffallen. DMARC legt fest, was der Empfänger tun soll, wenn eines von beiden nicht passt. Die großen Postfachanbieter verlangen das inzwischen. Setzen kann diese Einträge nur Ihre IT, denn sie gehören zu Ihrer Domäne, nicht zu unserer Software.

Was beim Versand schiefgeht und was dagegen hilft

Die häufigsten Gründe dafür, dass eine Mail nicht ankommt, nicht auffällt oder falsch aussieht, und was der Dienst dagegen mitbringt.

Ursachen

Warum es schiefgeht

  • Die Absenderdomäne ist nicht authentifiziert
  • Versendet wird über einen fremden Dienst mit fremder Adresse
  • Testmails gehen an echte Empfänger
  • Fehlschläge fallen erst auf, wenn ein Kunde anruft
  • Das HTML setzt auf Stylesheets, die Mailprogramme verwerfen

Dienst

Was eingebaut ist

  • Eigenes Absenderkonto je Anwendung mit passender Adresse
  • Verschlüsselte Verbindung: STARTTLS oder durchgehendes TLS, erzwingbar
  • Testmodus: alle ausgehenden Mails gehen an eine Prüfadresse
  • Protokoll mit Status, Dauer und Fehlermeldung
  • Wiederholung bei Fehlschlag; Formatierung fest im Element
Konto, Testmodus und Protokoll laut Konfiguration des E-Mail-Dienstes, Stand August 2026.

Ihr Mailserver, Ihre Daten und die Grenze des Dienstes

Versendet wird über ein SMTP-Konto, das Sie bestimmen: der Mailserver im eigenen Haus, der Ihres Providers oder ein Postfach beim Hoster. Hinterlegt werden Host, Port und Verschlüsselung. Üblich sind Port 587 mit STARTTLS oder Port 465 mit durchgehendem TLS. Die Zugangsdaten stehen nicht in einer Konfigurationsdatei, sondern verschlüsselt in SOLUTIONS.vault.

Datenschutzrechtlich ist das kein kleiner Unterschied. Wer Transaktionsmails über einen US-Versanddienst schickt, übergibt Empfängeradressen und Inhalte an einen Dritten. Bei Personal-, Gesundheits- oder Verwaltungsdaten ist das eine Frage, die man nicht nebenbei klärt. Über den eigenen Server stellt sie sich nicht, ebenso wenig wie bei der Anwendung im eigenen Rechenzentrum.

Die Grenze verläuft beim Newsletter. Empfängersegmente, Abmeldeverwaltung und Klickraten fehlen. Für Marketingversand nehmen Sie einen Newsletter-Dienst. Eine Vorlage trägt außerdem eine Sprache; wer zweisprachig kommuniziert, pflegt zwei. Und wie ein Mailprogramm eine Vorlage darstellt, zeigt erst der Test, und dafür gibt es den Testmodus.

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Häufige Fragen

Wie verschickt eine Fachanwendung automatisch E-Mails?

Über drei getrennt gepflegte Bausteine: ein Absenderkonto mit den Daten Ihres Mailservers, eine Vorlage mit Betreff, Inhalt und Empfängern, und einen Auslöser. Ausgelöst wird beim Anlegen oder Ändern eines Datensatzes, nach einem Zeitplan oder bei einem Ereignis.

Kann der Fachbereich die E-Mail-Texte selbst ändern?

Ja. Vorlagen sind Daten, keine Programmzeilen. Betreff und Inhalt werden in einem Editor bearbeitet, Platzhalter wählt man aus einer Vorschlagsliste. Eine Textänderung braucht weder Entwickler noch Release.

Wie verhindere ich, dass die E-Mails im Spam landen?

Indem Ihre Absenderdomäne authentifiziert ist: SPF nennt die Server, die für Sie senden dürfen, DKIM signiert jede Mail, DMARC legt fest, wie der Empfänger mit einem Fehlschlag umgeht. Diese Einträge setzt Ihre IT im DNS, und wir sagen Ihnen, welche Werte hineingehören.

Laufen die Daten über einen externen Versanddienst?

Nur wenn Sie das wollen. Versendet wird über ein SMTP-Konto Ihrer Wahl: im eigenen Haus, beim Provider oder beim Hoster. Empfängeradressen und Inhalte müssen keinen US-Dienst passieren.

Kann ich damit Newsletter verschicken?

Nein, und das ist Absicht. Empfängersegmente, Abmeldeverwaltung und Klickraten fehlen. Für Marketingversand ist ein Newsletter-Dienst das richtige Werkzeug; hier geht es um Mails, die aus einem Geschäftsvorfall entstehen.

Was passiert, wenn eine E-Mail nicht zugestellt werden kann?

Jeder Versand wird protokolliert, mit Empfängern, gerendertem Inhalt, Datensatz und Dauer. Ein Fehlschlag wird wiederholt und die Meldung des Mailservers steht im Eintrag; nach der letzten Wiederholung bleibt er als endgültig fehlgeschlagen sichtbar.

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