Lernvideos automatisch produzieren
Der Redakteur schreibt den Unterricht, die Applikation macht daraus den Film.
Kennen Sie das? Das Wissen für ein gutes Lernvideo liegt längst im Haus, aber zwischen dem fertigen Skript und dem fertigen Film stehen Kamera, Schnitt und Sprecher, und deshalb bleibt es am Ende beim Skript. Für einen Bildungsträger der beruflichen Ausbildung haben wir eine Applikation entwickelt, die diesen Weg abkürzt.
Warum ein Lernvideo selten entsteht
Die Fachleute für den Inhalt sitzen im Haus, denn sie unterrichten ihn täglich. Was fehlt, ist alles andere. Eine Aufnahme braucht einen Termin, einen Raum, ein Team und danach den Schnitt. Ändert sich eine Vorschrift oder ein Handgriff, beginnt dieselbe Kette von vorn, und weil sie so lang ist, wird sie meistens gar nicht erst begonnen.
Gesucht war deshalb keine Videoproduktion, sondern eine Applikation, in der ein Redakteur schreibt und aus der das fertige Video hervorgeht. Wer den Inhalt verantwortet, sollte ihn auch ändern können, ohne dafür einen Termin zu brauchen.
Was die Applikation übernimmt
Ein Video besteht aus Schritten, und ein Schritt ist eine Szene. Zu jeder Szene schreibt der Redakteur zweierlei, nämlich den gesprochenen Text und das, was dabei zu sehen sein soll. Aus diesen beiden Feldern entsteht alles Weitere.
Redaktion
Die Szenen stehen in einer Reihenfolge, jede mit Titel, Sprechertext und Bildauftrag. Wer eine Szene verschiebt, verschiebt sie im fertigen Film.
Sprache
Der Sprechertext wird gesprochen und ist zugleich die Quelle der Untertitel. Seine Länge bestimmt, wie lang die Szene im Film wird, und nicht eine Zielvorgabe.
Bild
Für das Bild stehen mehrere Wege offen, vom eigenen Foto über die gezeichnete Tafel bis zum erzeugten Bewegtbild. Welcher Dienst dahinter arbeitet, entscheidet eine Einstellung.
Montage
Die Szenen werden aneinandergeschnitten, Vorspann und Abspann kommen davor und dahinter, und die Untertitel entstehen aus den gemessenen Längen der fertigen Dateien.
Was sich zählen lässt
Die Applikation ist keine Bildergalerie mit Sprachausgabe. Sie hält mehrere Wege zum fertigen Bild offen und macht den Dienst dahinter austauschbar, weil sich dieser Teil des Marktes schneller ändert als jede Software.
7
Betriebsarten für eine Szene
von der gezeichneten Tafel bis zur gefilmten Aufnahme
5
angebundene Dienste für Sprache und Bild
austauschbar über eine Einstellung, nicht über den Quelltext
1
Sprechertext je Szene
er erzeugt die Stimme, die Untertitel und die Länge des Clips
Sieben Wege zu einem Bild
Nicht jede Szene braucht dasselbe. Eine Aufzählung von Werkzeug ist als gezeichnete Tafel lesbarer als jedes fotorealistische Bild, während ein Handgriff eine Aufnahme verlangt. Deshalb wählt der Redakteur je Szene, woher das Bild kommt.
Gezeichnete Tafel
Titel, Bildunterschrift und eine kurze Liste, im Haus gezeichnet. Kostet nichts und ist bei Aufzählungen die klarste Darstellung.
Gesetzte Tafel
Dieselbe Tafel, von einem Dienst aus HTML gesetzt, wenn das Erscheinungsbild aufwendiger sein soll.
Erzeugtes Bewegtbild
Ein Clip aus einer einzigen Beschreibung. Schnell geschrieben, und ohne Vorgabe, was zwischen Anfang und Ende geschieht.
Bildserie
Mehrere Schlüsselbilder, zwischen denen die Bewegung erzeugt wird. Anfang und Ende jeder Bewegung sind damit vorgegeben.
Vertontes Standbild
Ein einzelnes Bild, darüber der Sprechertext. Es wird keine Bewegung eingekauft, der Clip entsteht im Haus.
Sprechender Avatar
Eine Person, die den Text spricht. Für Einstieg und Zusammenfassung gedacht, nicht für den Handgriff.
Gefilmte Aufnahme
Eigenes Material, auf das die Applikation den Sprechertext legt oder dessen Originalton sie behält.
Was wir gemessen haben
Welcher Weg welches Bild liefert, lässt sich nicht aus Datenblättern beantworten. Wir haben die Dienste deshalb an echten Lektionen gegeneinander gemessen, mit denselben Texten und denselben Szenen, und die Ergebnisse angesehen statt sie zu beschreiben. Zwei davon haben den Zuschnitt der Applikation bestimmt.
Trägt
Das Standbild
- ein einzelnes, fachlich richtiges Bild ist zuverlässig zu bekommen
- eine Reihe solcher Bilder bleibt über mehrere Szenen im selben Raum, sobald sich das Modell an mehreren Vorbildern zugleich festhalten darf
- eine gezeichnete Tafel ist ohnehin exakt, weil wir sie selbst zeichnen
- die gesprochene Sprache war auf allen geprüften Wegen brauchbar
Trägt nicht
Die erfundene Bewegung
- wo ein Gegenstand im ersten Bild fehlt und im zweiten vorhanden ist, wächst er an seinem Zielort ein, statt dorthin bewegt zu werden
- ein Modell, das zwischen zwei Bildern rechnet, nimmt keine Anweisung darüber entgegen, welchen Weg die Hand nimmt
- je länger die erzeugte Bewegung dauert, desto mehr erfindet sie hinzu
- ein Werkzeug, das zwischen zwei Bildern wechselt, wird in der Bewegung zu beidem zugleich
Der Zuschnitt, der daraus folgt
Die Applikation trägt heute zwei Wege nebeneinander. Den erzeugten Rahmen aus Tafeln, Sprecher, Übergängen und ruhigen Bildern, und daneben die Aufnahme für den eigentlichen Handgriff, die einmal entsteht und danach immer wieder verwendet wird. So ist ein Video schnell erstellt und zeigt trotzdem, was wirklich passiert.
Sprechertext schreiben
Die Fachkraft schreibt, was gesagt wird. Aus demselben Text entstehen später die Stimme, die Untertitel und die Dauer der Szene.
Länge und Untertitel stehen damit fest
Bild je Szene wählen
Tafel, eigenes Foto oder erzeugtes Bild. Die Entscheidung fällt je Szene und nicht für das ganze Video.
kein Drehtermin nötig
Bilder ansehen, bevor Bewegung bezahlt wird
Die Standbilder werden zuerst erzeugt und geprüft. Erst danach löst der Redakteur den teureren Schritt aus.
Fehler fallen vor der Ausgabe auf
Produzieren
Die Applikation holt Sprache und Bild, legt beides übereinander, schneidet die Szenen aneinander und schreibt die Untertitel.
ohne einen Handgriff im Schnittprogramm
Prüfen und freigeben
Das fertige Video liegt an derselben Stelle wie sein Text. Wer etwas ändert, ändert den Text und lässt allein die betroffene Szene neu produzieren.
eine Szene statt des ganzen Films
Häufige Fragen
Ersetzt das eine Videoproduktion?
Für den erzeugten Rahmen ja, für den eigentlichen Handgriff nein. Die gefilmte Aufnahme steht deshalb als eigene Betriebsart daneben und ist kein Notbehelf.
Was passiert, wenn sich ein Dienst ändert oder abgeschaltet wird?
Der Dienst hängt an einer Einstellung, nicht am Quelltext. Ein Anbieter lässt sich austauschen, ohne dass ein einziges Video neu geschrieben werden muss, und die bereits erzeugten Bilder bleiben liegen, wo sie sind.
Wem gehören die Inhalte?
Sprechertexte, Bildaufträge, hochgeladene Fotos und fertige Filme liegen in Ihrer Anwendung und in Ihrer Datenbank. Was ein Dienst erzeugt hat, wird als eigene Datei gespeichert und nicht als Verweis auf den Anbieter.
Braucht der Redakteur technische Kenntnisse?
Er schreibt Text und wählt je Szene aus einer Liste. Was ein Modell gut versteht und was nicht, steht als Hilfetext an dem Feld, in das er schreibt, und nicht in einem Handbuch daneben.
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