SOLUTIONS.vault

Zugangsdaten und Secrets sicher verwalten

Passwörter, API-Schlüssel und Zertifikate gehören nicht in eine Konfigurationsdatei.

Wo die Zugangsdaten heute meistens liegen

In fast jeder gewachsenen Systemlandschaft liegt mindestens ein Zugang zu einem Produktivsystem unverschlüsselt herum. Eine Konfigurationsdatei mit dem Datenbankpasswort. Ein Skript mit dem Schlüssel des Versanddienstleisters. Eine Tabelle im Dateiablagesystem, die vor sechs Jahren jemand für die Servicekonten angelegt hat.

Das ist meistens keine Nachlässigkeit, sondern die Folge davon, dass es nie einen bequemeren Ort gab. Eine Anwendung, die nachts um drei eine Bestelldatei übergibt, braucht Zugangsdaten ohne einen Menschen, der sie eintippt, und der kürzeste Weg dorthin ist, den Wert dort hinzuschreiben, wo die Anwendung ihn ohnehin liest.

Zugangsdaten sind der Standardweg hinein

Zahlen aus zwei jährlichen Erhebungen, beide öffentlich einsehbar.

28,65 Mio.

neue hartkodierte Zugangsdaten in öffentlichen Commits allein 2025, 34 % mehr als 2024

GitGuardian, State of Secrets Sprawl 2026

6-fach

häufiger enthalten interne Repositories mindestens ein hinterlegtes Geheimnis als öffentliche

GitGuardian, State of Secrets Sprawl 2026

> 64 %

der 2022 als gültig bestätigten Zugangsdaten funktionierten im Januar 2026 immer noch

GitGuardian, State of Secrets Sprawl 2026

22 %

der untersuchten Sicherheitsvorfälle begannen mit missbrauchten Zugangsdaten

Verizon DBIR 2025

Quellen: GitGuardian, State of Secrets Sprawl 2026 · Verizon DBIR 2025

Was daran konkret schiefgeht

Wer das Repository lesen darf, liest das Produktivpasswort mit. Nicht nur das feste Team, sondern auch der externe Dienstleister von vor drei Monaten und jeder, der sich einmal eine lokale Kopie gezogen hat. Diese Kopien verschwinden nicht, wenn der Zugang entzogen wird.

Ein Backup der Konfiguration ist ein Backup der Zugangsdaten. Ein Auszug, den jemand zur Fehlersuche in die Testumgebung einspielt, trägt sie mit hinüber.

Und beim Personalwechsel weiß niemand, welche Zugänge zu drehen sind. Eine Liste fehlt, weil die Liste die Systeme selbst sind.

Umgebungsvariablen sind keine Lösung, sondern eine Verlagerung: Der Wert steht dann im Deployment-Manifest und im Prozessabbild, unverschlüsselt und an Orten, an denen weniger Leute hinsehen.

Was ein eigener Dienst daraus macht

Derselbe Zugang, einmal in einer Datei und einmal in SOLUTIONS.vault

Links, wo der Wert heute meistens liegt. Rechts, was sich ändert, wenn ihn ein eigener Dienst hält.

Heute

Datei, Umgebungsvariable, Tabelle

  • Klartext dort, wo die Anwendung liest, und überall, wohin die Datei kopiert wird
  • Wer Repository, Deployment oder Sicherung lesen darf, hat den Zugang
  • Ändern heißt: anfassen, freigeben, ausliefern, neu starten
  • Nicht feststellbar, wer den Wert je gesehen hat
  • Test und Produktion trennt nur die eingehängte Datei

Mit eigenem Dienst

eigener, verschlüsselter Dienst

  • Verschlüsselt in SOLUTIONS.vault, in der Datenbank steht ein Platzhalter
  • Entschlüsselt wird einzeln, auf Anforderung, nur für einen berechtigten Aufruf
  • Ändern heißt: einen Eintrag ändern, ohne Freigabelauf über den Quelltext
  • Am Eintrag steht, wer ihn angelegt und wer ihn zuletzt geändert hat
  • Jede Umgebung hat ihren eigenen Schlüsselraum

Wie die Fachanwendung an den Wert kommt

In der Modellierung wird das Feld nicht als Text angelegt, sondern als verschlüsseltes Feld. Damit ist die Sache für das Projekt erledigt: Beim Speichern legt der Rahmen den Wert in SOLUTIONS.vault ab und schreibt in die Datenbank den Platzhalter. Keine Verschlüsselungsroutine, die jemand selbst schreibt, vergisst oder falsch aufruft. Das ist der Grund, warum wir konfigurieren statt programmieren.

Beim Lesen passiert bewusst nichts automatisch. Eine Liste mit zweihundert Schnittstellenkonfigurationen liefert zweihundert Platzhalter und keinen Klartextwert, auch wenn der Aufrufer alle zweihundert Datensätze sehen darf. Der Klartext kommt über einen eigenen Aufruf für ein einzelnes Feld, und der prüft dieselbe Berechtigung wie das Öffnen des Datensatzes.

Wir unterscheiden zwei Arten von Einträgen. Anmeldepasswörter von Personen werden unumkehrbar abgelegt und lassen sich prüfen, aber nie wieder lesen. Technische Zugangsdaten müssen rücklesbar sein, weil die Anwendung sie vorzeigt. Hinterlegt wird nicht nur eine Zeichenkette, sondern auch ein Zugangsdatensatz oder Zertifikatsdaten.

Rotation, Umgebungen und der Tag, an dem jemand geht

Ein Zugang wird nur dann regelmäßig gedreht, wenn das billig ist. Muss dafür eine Datei in vier Umgebungen angefasst und freigegeben werden, steht die Rotation in der Richtlinie und findet trotzdem nicht statt. Liegt der Wert in SOLUTIONS.vault, ist sie das Ändern eines Eintrags.

Eine Anwendung, die eine Datenbankverbindung dauerhaft offen hält, übernimmt den neuen Wert erst beim nächsten Verbindungsaufbau. Sofort wirksam ist die Änderung nur dort, wo ohnehin je Vorgang verbunden wird; sonst bleibt ein geplanter Neustart Teil der Rotation.

Die Trennung nach Umgebung fällt mit ab: Entwicklung, Test und Produktion haben getrennte Schlüsselräume; eine Anwendung entschlüsselt ausschließlich ihre eigenen Einträge. Wer eine Kopie der Testdatenbank hat, hält nichts in der Hand, was auf Produktion passt.

Getrennt je Anwendung

Jede Anwendung hat ihren eigenen Schlüsselraum und kommt an die Einträge der anderen nicht heran.

Auch je Benutzer

Wo jeder Mitarbeiter eigene Zugangsdaten für dasselbe Fremdsystem hat, hängt der Eintrag am Benutzer.

Wo die Anwendung läuft

In unserem Kubernetes-Betrieb oder in Ihrem Rechenzentrum. Die Zugangsdaten verlassen den Verbund nicht.

Wo SOLUTIONS.vault aufhört

Der Dienst ist ein Behältnis; er ersetzt keine Entscheidung. Wenn niemand festlegt, welcher Zugang existieren darf, wer ihn anfordern darf und wann er gedreht wird, verschiebt SOLUTIONS.vault das Chaos nur an einen sichereren Ort. Dann bleibt weiterhin unklar, wofür der Eintrag „Schnittstelle alt, nicht löschen“ gut ist. Diese Arbeit ist organisatorisch und lässt sich nicht mitbestellen.

Die zweite Grenze fehlt im Gespräch am häufigsten: Hier geht es um technische Zugänge zwischen Systemen, nicht um die Passwörter Ihrer Mitarbeiter. Ein Passwortmanagement für Menschen ist ein anderes Produkt und bleibt daneben nötig.

Und wer Daten an der Anwendung vorbei direkt in die Datenbank schreibt, umgeht die Verschlüsselung: Der Wert steht dann im Klartext dort, wo der Platzhalter stehen sollte, und es fällt niemandem auf. Importe müssen deshalb durch die Anwendung laufen, mehr dazu unter Datenmigration und Schnittstellen. Gegen jemanden mit weitreichenden Rechten hilft ohnehin keine Verschlüsselung, sondern nur das Rechtesystem in SOLUTIONS.user.

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Häufige Fragen

Wo werden die Zugangsdaten gespeichert?

In einem eigenen, verschlüsselten Dienst. In der Datenbank der Fachanwendung steht nur ein Platzhalter, ein Backup dieser Anwendung enthält den Zugang also nicht. Der Dienst hat keine Adresse im Internet und läuft dort, wo die Anwendung läuft.

Kann ich ein hinterlegtes Passwort später wieder im Klartext sehen?

Das hängt vom Eintrag ab. Anmeldepasswörter von Personen werden unumkehrbar abgelegt: prüfbar, aber nie wieder lesbar. Technische Zugangsdaten sind rücklesbar verschlüsselt. Entschlüsselt wird einzeln und nur für einen Aufruf, der den Datensatz ohnehin lesen darf.

Was passiert bei einem Personalwechsel?

SOLUTIONS.vault liefert das Inventar: welche technischen Zugänge existieren und woran sie hängen. Das Drehen ist danach das Ändern eines Eintrags statt einer Suche durch Dateien und Skripte. Welche Zugänge zu drehen sind, entscheiden Sie.

Ersetzt das unseren Passwortmanager für Mitarbeiter?

Nein. Hier geht es um technische Zugänge zwischen Systemen: was eine Fachanwendung braucht, um mit Datenbank, ERP oder einer Fremdschnittstelle zu sprechen. Ein Passwortmanagement für Mitarbeiter ist ein anderes Produkt und bleibt daneben nötig.

Wird protokolliert, wer auf einen Eintrag zugreift?

An jedem Eintrag steht, wer ihn angelegt und wer ihn zuletzt geändert hat, jeweils mit Zeitpunkt. Eine vollständige Historie jeder einzelnen Änderung führt der Dienst nicht, und ein Zugriffsprotokoll ist es erst recht nicht. Wer wann einen Wert entschlüsselt hat, steht im Protokollstrom des Dienstes; für einen Prüfer ist das eine Log-Auswertung.

Muss dafür etwas programmiert werden?

Für die Anwendung nicht. Am Feld im Modell hinterlegen Sie, dass der Wert verschlüsselt gehalten wird. Aufwand entsteht anderswo: Jeder Ort, an dem heute ein Klartextwert steht, muss gefunden, überführt und gedreht werden. Das ist der größere Posten.

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