Häufige Fragen
Was bedeutet „Konfiguration statt Programmierung“ konkret?
Dass eine Anwendung beschrieben wird, statt geschrieben zu werden. Welche Dinge sie verwaltet, welche Felder die haben, wer was sehen darf, welche Nachricht wann herausgeht: All das steht als Datensatz im SOLUTIONS.designer und in den Diensten, nicht als Quelltext in einer Datei. Ein Generator macht daraus die lauffähige Anwendung; dieselbe Beschreibung ergibt dabei immer dasselbe Ergebnis.
Der Unterschied zeigt sich nicht am ersten Tag, sondern beim Ändern. Eine Aufbewahrungsfrist, die als Einstellung hinterlegt ist, ändert jemand in einer Minute und kann nachlesen, was gilt. Steht sie im Quelltext, ist sie ein Entwicklungsauftrag, und niemand weiß ohne Suche, ob sie noch an drei anderen Stellen steht.
Ist Konfiguration nicht einfach unflexibler als eigene Entwicklung?
Nein, sie verschiebt nur, wo die Arbeit anfällt. Was sich einstellen lässt, ist in Minuten geändert und von jedem nachlesbar. Was sich nicht einstellen lässt, wird programmiert wie überall sonst, nur an vorher benannten Stellen und in eigenen Dateien. Unterm Strich landen Sie bei weniger eigenem Code, nicht bei weniger Möglichkeiten.
Was passiert mit Anforderungen, die sich nicht konfigurieren lassen?
Sie werden als eigene, benannte und geschätzte Aufgabe erfasst, beim Entwurf vermerkt und als eigene Position im Angebot ausgewiesen. Stillschweigend übergangen wird keine.
Kann ich den generierten Code trotzdem selbst anpassen?
Ja, es ist ein gewöhnliches Angular-/NestJS-Projekt mit MongoDB in Ihrem Git-Repository. Eine Änderung mitten im erzeugten Teil überlebt allerdings den nächsten Generatorlauf nicht; sie gehört deshalb in die eigenen Dateien, die an den benannten Stellen einhängen. Ist eine Anwendung tief von Hand ausgebaut, wird sie nicht mehr überschrieben: Der mitgelieferte Modellstand dient dann als Vergleich, und SOLUTIONS.designer schreibt auf, was sich geändert hat und wo es einzubauen wäre.
Wo endet die Konfiguration und wo beginnt Programmierung?
Fließend, und die Grenze verläuft nicht an einer festen Zahl von Stellen. Die Regel dahinter ist einfach: Solange sich etwas als Einstellung, Bedingung oder Zuordnung ausdrücken lässt, wird es so gemacht. Reicht das nicht ganz, tragen viele Stellen in der Konfiguration ein Feld für ein paar Zeilen Skript, etwa ein berechneter Wert in einem Dokument oder der Empfänger einer Nachricht. Erst was auch das nicht mehr abdeckt, wird programmiert, und dann als benannte Aufgabe mit Schätzung im Angebot. Welcher Weg im Einzelfall greift, steht nach dem Entwurf fest, nicht vorher.
Warum soll eine Konfiguration wartbarer sein als Code?
Weil sie einheitlich ist. Zweihundert Anwendungen prüfen Pflichtfelder auf zweihundert Arten, wenn jede es selbst tut; steht die Regel am Feld, ist es überall dieselbe. Dass geschriebener Code in die andere Richtung läuft, ist messbar: GitClear hat 2025 rund 211 Millionen Codezeilen untersucht und achtmal so viele duplizierte Blöcke gefunden wie zuvor, während der Anteil überarbeiteten Codes von 25 auf unter 10 Prozent fiel.